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Palliativ-Verein Halle S. e.V.

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Gründungsgeschichte unseres Vereins

Im Mai 1998 wurde im St. Elisabeth-Krankenhaus Halle die erste Palliativstation Sachsen Anhalts eingeweiht. Dort werden Patienten mit einer fortgeschrittenen, weiter fortschreitenden Krankheit betreut, deren Lebenserwartung aufgrund dessen stark begrenzt ist.

Die Patienten sowie ihre Angehörigen leiden an den starken Auswirkungen der Krankheit und erhalten durch ein multiprofessionelles Team eine ganzheitliche, individuelle Betreuung, die neben physiologischen auch psychologische, spirituelle und soziale Behandlungsaspekte enthält. Oberstes Ziel ist, die Kranken mit einer optimalen Symptombehandlung bei angemessener Lebensqualität nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung zu entlassen. Vor der Entlassung muss die weitere Versorgung sorgfältig geplant werden.

Damit die Angehörigen mit Unterstützung von professionellen Helfern die weitere Versorgung übernehmen können ohne dabei selber an den Rand ihrer Kräfte zu kommen, sind sie oft auf die zusätzliche Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen.

Den Bedarf an nachstationärer Betreuung haben die Teammitglieder der Palliativstation schon nach kurzer Zeit erkannt. Es gab Patienten, die entlassen worden sind und allein zu Hause waren; Angehörige, die große Angst hatten; Patienten, die nicht wieder ins Krankenhaus wollten; Familien, die auf Hilfe angewiesen waren, um das Sterben zu Hause zu ermöglichen. All diese Situationen suchten nach einer Lösung und einige engagierte Teammitglieder der Station trafen sich regelmäßig, um gemeinsam zu überlegen, wie man der Lösung der Probleme näher kommen könnte. So entstand die Idee, einen Verein zu gründen mit dem Ziel, ambulante Palliativarbeit im Sinne eines Besuchsdienstes zu leisten, um somit im Kontakt mit entlassenen Patienten und ihren Familien zu bleiben.

Aufgaben sollten weder pflegerische noch medizinische Behandlungen sein, sondern das zur Verfügung stellen von Zeit, Beistand, offenen Ohren, Da-Sein und auch Handlungsempfehlungen im palliativmedizinischen Kontext. Diese Idee konkretisierte sich und wurde durch die Gründung des Palliativ-Vereins für ambulante und stationäre Palliativarbeit e.V. im November 2001 in die Öffentlichkeit getragen.